Feuchtigkeit

    Sind Feuchtigkeit und Kondensation im Haus gefährlich?

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    Feuchtigkeitsschäden sind ein häufiges Problem für Eigenheimbesitzer. Wenn hierauf nicht entsprechend reagiert wird, können sie für Menschen und Gebäude sehr schädlich sein. „Feuchtigkeit an sich ist nicht gefährlich. Wenn man sie allerdings nicht in den Griff bekommt, können Probleme entstehen“,

    erklärt Patrik Tedsjö, CEO und Leiter der Produktentwicklung bei Wood’s.

    Feuchtigkeit wird sichtbar, wenn Wärme auf Kälte trifft

    Immobilien- und Eigenheimbesitzer müssen sicherstellen, dass keine Feuchtigkeitsprobleme auftreten. Dass das Dach nicht undicht sein darf und das Fundament entwässert und geschützt werden muss, versteht sich in der Regel von selbst. Das ist aber nicht alles: Man sollte auch wissen, wie Temperaturunterschiede im Innen- und Außenbereich die Feuchtigkeit beeinflussen und hierzu beitragen. „Wenn im Sommer heiße Luft in ein Haus einströmt und im Keller auf kältere Luft trifft, macht sich die Feuchtigkeit durch Wassertropfen oder Kondenswasser an Wänden und Fenstern bemerkbar. Wenn dies nicht umgehend behoben oder aber von vornherein verhindert wird, können Gebäude und Menschen Schaden nehmen, denn Feuchtigkeit kann Schimmel verursachen“, betont Tedsjö.

    Allergien, Asthma, Kopfschmerzen und Müdigkeit

    Wenn die Feuchtigkeit in einem Haus nicht geregelt wird, kann es zu Schimmelschäden an der Bausubstanz und Einrichtung kommen. Aber nicht nur das: Schimmel und Mehltau können auch die Gesundheit der Bewohner gefährden. „Bei den entsprechenden Bedingungen wächst Schimmel in organischen Materialien, d. h., wenn die Temperatur über 7 °C und die relative Luftfeuchtigkeit über 75 % liegt. Neben den Schäden am Haus kann es zu Atemwegserkrankungen wie Allergien und Asthma, aber auch zu Kopfschmerzen, Husten und Müdigkeit kommen“, erklärt Tedsjö.

    Behalten Sie Gerüche, Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit im Auge

    Feuchtigkeit und Schimmelbildung in Innenräumen ist auf mehrere Weisen erkennbar. Inspizieren Sie Ihr Haus regelmäßig. Achten Sie beispielsweise auf Farbveränderungen am Holz oder faule und ungewöhnliche Gerüche und messen Sie die Luftfeuchtigkeit. „Veränderungen der Luftfeuchtigkeit wahrzunehmen, ist natürlich schwierig. Als Faustregel gilt: In Innenräumen sollte die relative Luftfeuchtigkeit bei 50 % liegen. Um die Luftfeuchtigkeit zu messen, benötigen Sie nur ein einfaches Modell eines Hygrometers. Wenn die Luftfeuchtigkeit in einem Keller über 70-80 % liegt, ist schnelles Handeln geboten. Am effektivsten lässt sich die Feuchtigkeit mit einem Luftentfeuchter mit Kompressor auf 50 % senken“, erklärt Tedsjö abschließend.

    https://www.folkhalsomyndigheten.se/publicerat-material/publikationsarkiv/m/miljohalsorapport-2017/

    Der Einfluss von warmer Luft – und eine Lösung

    Luft in Innenräumen stammt von Anfang an natürlich von draußen. Je nach Jahreszeit ist sie stärker aufbereitet oder belastet. Im Sommer ist die Beeinflussung der Raumluft durch die Haushalte selbst allerdings eher gering, da nur wenige heizen oder kühlen.

    Ein typisches Luftszenario an einem heißen Sommertag lässt sich deswegen wie folgt zeichnen:

    • Ausgangsbedingungen: Außentemperatur 25 °C, 70 % r. F.
    • Wenn diese Luft in einen Keller oder Kriechkeller eindringt, wird sie stark von der Raumluft beeinflusst, sie kühlt ab. Sinkt die Temperatur der einströmenden Luft auf beispielsweise 20 °C, steigt die relative Luftfeuchtigkeit auf bis zu 95 %.
    • In beiden Fällen enthält die Luft 13,9 g Feuchtigkeit pro kg.
    • Wenn die Temperatur sinkt und die Luftfeuchtigkeit steigt, setzt sich die Feuchtigkeit ab. Falls dieser feuchte Niederschlag nicht behoben wird, kann es zu Problemen kommen.

    Der wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Weg, den Feuchtigkeitsgehalt auf rund 50 % zu senken, ist der Einsatz eines Luftentfeuchters mit Kompressor. Mit Hilfe eines Luftentfeuchters kann die Energie des Wasserdampfes in der Luft effizient zurückgewonnen werden.